Nachhaltigkeit: Fast Fashion vs. Slow Fashion

Nachhaltigkeit: Fast Fashion vs. Slow Fashion

Wer jetzt bei dem Wort Nachhaltigkeit an alternative, „Hippie-“ oder schlichtweg „Ökö-“ Kleidung denkt, der liegt nicht ganz richtig. Nachhaltige Kleidung ist schon lange im Streetstyle angekommen, weißt jedoch entscheidende Vorteile gegenüber der "herkömmlichen" Kleidung auf. Ich habe in den letzten Wochen begonnen mich mit dieser Thematik intensiv zu beschäftigen und bin sehr schnell auf die Begriffe Fast Fashion und Slow Fashion gestoßen. Doch was ist das überhaupt?

Bei dem Begriff Fast Fashion denkt man natürlich sofort an Fast Food. Schnelles Essen, welches oftmals billig ist und über dessen Qualität sich streiten lässt. So ähnlich lässt sich auch Fast Fashion beschreiben. Es handelt sich Kleidung, welche bereits kurz nachdem sie auf den Laufstegen der ganzen Welt zu sehen war, in den Läden bekannter Kleidungsketten hängt. Sie ist also schnell verfügbar, nicht teuer und weißt nicht selten minderwertige Stoffqualität auf. Nach kurzer Zeit gefällt sie einem nicht mehr und man kauft sich etwas Neues. Es war ja eh nicht teuer. Wenn man 5 € für ein Oberteil bezahlt, muss sich jedoch jeder von uns im Klaren darüber sein, dass nach Abzug aller anderen Kosten nur ein einstelliger Centbetrag bei den Näherrinnen in den Herstellerländern ankommen kann. Ein Betrag, der auch in Summe in keinem Land zum Überleben reicht.

Slow Fashion ist das genaue Gegenteil. Es ist, wie der Name es schon sagt, Kleidung, die uns lange erhalten bleiben soll. Große Ketten bringen bis zu 12 Kollektionen im Jahr auf den Markt. Hersteller von Slow Fashion setzen hingegen auf die Langlebigkeit und hochwertige Qualität ihrer Kleidungsstücke. Der Träger soll möglichst lange etwas davon haben. Die Kleidung dieser Hersteller ist zum Beispiel aus Bio-Baumwolle oder recycelten Plastik und wurde unter fairen Bedingungen hergestellt. Faire Bedingungen bedeuten, dass die an der Herstellung beteiligten Personen unter annehmbaren Arbeitsbedingungen arbeiten können und einen fairen Lohn für ihre Arbeit erhalten. Zusätzlich wird oft auf einen minimierten Schadstoffausstoß während des gesamten Produktions- und Vertriebsprozesses geachtet. So wird auch die Umwelt geschont. Slow Fashion Hersteller veröffentlichen auf ihren Webseiten ihre Produktionsorte und geben genaue Auskunft darüber wie ihre Produkte hergestellt werden. So ist es für uns als Endkonsumenten einfach nachzuverfolgen, wo unser Kleidungsstück herkommt. Eine ziemlich coole Sache oder?

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Ich habe euch noch ein paar wissenswerte Fakten zum Thema Slow Fashion zusammen gestellt:

  1. Viele Slow Fashion Labels verzichten auf unnötigen Schnick Schnack an ihrer Kleidung und belassen ihre Kleidung klassisch. Minimalismus ist der "Übertrend" derzeit und wird uns auch noch lange begleiten. Somit liegt man mit dem Kauf dieser Kleidung definitiv auf der Höhe der Zeit.
  2. Die Langlebigkeit dieser Produkte ist durch eine hochwertige Stoffqualität und durch eine saubere Verarbeitung gegeben. Das Geld ist also gut angelegt.
  3. Slow Fashion hat eine Geschichte und man kann sie erzählen, denn man weiß woher die Kleidung stammt die man am Körper trägt.
  4. Slow Fashion ist schön. Die Tatsache das sie nicht nur das Leben des Käufers bzw. der Käuferin bereichern, sondern durch einen besseren Lohn auch das der Näherinnen und Näher, macht diese Kleidung noch schöner.
  5. Slow Fashion kann, muss aber nicht zwangsläufig teurer sein als Kleidung von den konventionelleren Herstellern.

Sich in Zukunft beim Kleidungskauf mehr mit Slow Fashion Labels auseinanderzusetzen und vielleicht sogar bevorzugt bei diesen Marken einzukaufen, ist also eine ziemlich gute Sache und wird auch immer beliebter. Im nächsten Post erzähle ich euch mehr über meine Lieblingslabels, welche sich nicht der Fast Fashion Industrie verschrieben haben.

Hi, ich bin Phoebe!

Seit 19 Jahren bin ich auf diesem wunderschönen Planeten anzutreffen. In der realen Welt bin ich als fleißige Wirtschaftsstudentin unterwegs, immer gewillt Wissenslücken auszugleichen und Neues zu entdecken. Seit meiner Kindheit äußert sich das am stärksten in einer großen Liebe zur Mode, zur Musik und vor allem dem nicht enden wollenden Bedürfnis, so oft wie möglich neue Plätze auf dieser Welt zu erkunden. Seit Juni diesen Jahres blogge ich auf meinem Blog phoenomenal, wo ich regelmäßigmeine Liebe zur Mode auf die unterschiedlichsten Arten mit euch teile und euch erzähle was mich im täglichen Leben interessiert und motiviert.
Ihr möchtet Teil von Madison Coco werden, euch beteiligen und mitwirken? Schreibt uns eine Mail an blogger@madisoncoco.de. Wir freuen uns auf euch denn Madison Coco ist, was wir daraus machen!

One comment

  1. Julia Knight says:

    Ich bin schon ganz gespannt auf die Labels, die du vorstellen wirst, denn ich finde das Thema sehr wichtig.
    Und grade wenn es um Basicteile geht, finde ich es gut merh Geld in langlebigere Qualität zu investieren, anstatt ständig von vorn beginnen zu müssen, seine Basicssammlung aufzubauen.

    Liebe Grüße
    Julia

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