Bulgarien – wenn der Goldstrand schläft!

Bulgarien – wenn der Goldstrand schläft!

... noch einmal zurück in den Sommer, der Sonne hinterher, den Körper noch einmal mit den letzten Sonnenstrahlen für dieses Jahr auftanken und das Kribbeln des Salzes vom Schwarzen Meer auf meiner Haut spüren – Mein Flug steuerte geradewegs Richtung Bulgarien. Der letzte Urlaub vor dem Semesterstart! Die Vorstellungen waren groß, obwohl Ende September schon überall die Nebensaison eingeleitet wird. Immer auf der Jagd nach Schnäppchen werden Studenten im Internet ganz leicht fündig. Ein für Studenten bezahlbarer Urlaub mit Transfer, Flug und All Inclusive im 5 Sterne Hotel? Ein Traum? Nicht mehr! Über Urlaubsguru wurden meine beste Freundin und ich auf dieses unglaubliche Angebot aufmerksam. Keine 2 Tage später und der Urlaub war gebucht! Skepsis? Ja, denn für diesen Preis erwarteten wir fast nichts! Den Sommer in Bulgarien am Goldstrand ausklingen lassen?! Wir beide träumten schon vor uns her!

Varna – Segen oder Fluch?

Ich musste schmunzeln, als vom Flugzeug aus ein playmobilartiges Gebäude unter uns zum Vorschein kam, welches sich später als der doch sehr überschaubare Flughafen von Varna entpuppte. Angenehme 27 Grad erheiterten unsere Gemüter und ab ging es mit dem Bus knappe 40 Minuten Richtung Goldstrand. Ich hatte wirklich keine Vorstellung, wie Bulgarien wohl aussehen würde und ich muss sagen, mein erster Eindruck enttäuschte mich doch leider sehr. Varna, eine Großstadt, entpuppte sich doch eher als dreckig und grau. Die Wohnsituation war katastrophal. Eng an eng ragten die Blockhäuser in die Luft. Eine graue Fassade nach der anderen fielen uns ins Auge und auch die außen angebrachten Klimaanlagen wirkten erdrückend. Doch die Menschen sahen glücklich aus! Überall wurden wir mit einem freundlichen Lächeln begrüßt! Man lernt wohl, mit dem wenigen was man hat zu leben und ist genügsam. Mein Herz zerbrach jedoch, als ich die Rudel von Hunden auf den Straßen sah, wie sie an jeder Ecke um Essen bettelten. Von meiner Pizza fiel mehr als die hälfte für die so hungrig schauenden Hunde zu Boden. Hier völlig alltäglich! Genau so, wie die kleinen Straßenstände an denen Nüsse und Rosenmarmelade verkauft wurden. Es ist traurig zu sehen, in welchen Verhältnissen wir in Deutschland leben und wie man hier mit harter Arbeit um seine Existenz kämpfen muss. Allerdings wertschätzen die Menschen jede Kleinigkeit und schon ein Lächeln genügt und du bekommst eine Umarmung zurück. Mein Mitleid war somit teilweise unbegründet, denn die Menschen fühlen sich wohl, wie sie leben, denn sie kennen es nicht anders. Noch mit etwas stockendem Atem fuhr der Bus weiter über die stark befahrenen Straßen und schlängelte sich durch das Verkehrschaos.

In unserem Hotel am Goldstrand wurden wir sehr freundlich begrüßt. Unsere Erwartungen wurden übertroffen, schon am Eingang wurde unser Gepäck vom Portier entgegengenommen und auf unser Zimmer gebracht. Deutsch sprechen die Bulgaren sehr ungern, weshalb mal wieder die Englischkenntnisse ausgepackt werden mussten. Es war ruhig im Hotel. Viele Paare und ältere Menschen umgaben uns. Die Hotel Anlage war super! Ein Pool, ausreichen Sportmöglichkeiten und ein SPA Bereich. Das Essen war so gut, dass ich ganze 5 Kg in der Woche zugenommen habe und mich nur über den Fitnessraum gefreut habe, ihn aber nie genutzt habe. Das Wichtigste für mich ist im Urlaub jedoch nicht das Hotel, das Essen oder der Spa-Bereich, sondern das Meer. Die nächsten zwei Tage verbrachten wir in der prallen Sonne. Das Meerwasser war viel wärmer als das Wasser in unserem Pool und am Strand war weit und breit niemand. Goldstrand? Leer? Auch wenn wir die ruhe am Nachmittag am Strand genossen, umso mehr vermissten wir den Trubel nachts, wenn wir in die Bars einzogen. Noch ganze 3 Locations waren am Goldstrand geöffnet und am 3. Tag unseres Urlaubs, erlebten wir noch die Letzte, gut besuchte Party, welche dann auch für diese Saison die Letzte war. Wir wollten keinen Party-Urlaub, aber wer will nicht einmal im Urlaub abends weggehen?

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Baltschik & Kap Kaliakra

Wir waren etwas enttäuscht von der doch sehr ruhigen Goldstrand Atmosphäre, weshalb wir kurzerhand unseren Urlaub ein wenig umgestalteten und wir uns in richtige Kulturbanausen verwandelten.
Einen Tag später stiegen wir in den Bus Richtung Baltschik. Uns erwartete eine doch sehr interessante Führung, die größte Kakteensammlung, eine Segeltour, ein wunderschöner Rosengarten und ein leckeres 3 Gänge Menü am Meer. Danach ging es weiter zum Kap Kaliakra, wo wir nicht nur die schönste Aussicht genießen durften, sondern sogar Delfine beobachten konnten. Nach 4 Tagen Sonnenschein, beschloss nun auch das Wetter die Saison zu beenden. Es wurde grau, regnerisch und windig. Was nun? Im Hotel sitzen und Trübsal blasen? Wir sind im Urlaub, also Regenjacke an und am Strand entlang spazieren. Wie gut das wir am ersten Tag gleich noch in Varna Shoppen waren und uns schon etwas Herbstlicher eingekleidet haben. Wir landeten in stillgelegten Hotelanlagen und bewunderten die gigantischen Wellen. Die ganz harten gingen sogar bei solch einem Wetter im Meer baden. Etwas deprimierend war es doch, zu sehen, dass in Deutschland die Sonne scheint und wir mit Pullover am Pool saßen. Doch der Urlaub erfüllte sein Ziel! Mit einer leichten Sommerbräune und tiefen entspannt kamen wir wieder am Düsseldorfer Flughafen an. Mit den 5 Grad, die uns in Deutschland erwarteten, haben wir allerdings nicht gerechnet, weshalb wir uns schmunzelnd ansahen und feststellten, dass unser Urlaub doch wunderschön war und wir trotz des Regens nie frieren mussten. Von Düsseldorf aus ging es dann, mit Wintermantel eingekleidet, über Köln und Gießen zurück nach Dresden.

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Hi, ich bin Melanie!

Ich studiere Energie & Umweltmanagement in Mittweida und bin sonst in Dresden zu Hause. Ich blogge schon seit 2 Jahren, doch erst seit ich 18 bin habe ich Initiative ergriffen und mir neue Schwerpunkte für meinen Blog gesetzt. In meinem Blog schreibe ich über meine Gedanken und Gefühle, denn ich denke, dass viele junge Frauen, ähnliche Meinungen und gleiche Probleme wie ich haben. Mode ist für ein sehr wichtiger Aspekt in meinem Lebensstil. Mit meinen 18 Jahren versuche ich mit meinem Blog Menschen zu inspirieren, zu ermutigen und zum Nachdenken anzuregen!
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